Warum diese Anwendung entstanden ist und welchen praktischen Nutzen sie bietet
Ich bin Davud Kahriman und habe diese Anwendung entwickelt, um Mitarbeitenden in der Exportkontrolle die Klassifizierung von Dual-Use-Gütern deutlich zu erleichtern.
Die Idee entstand aus einem praktischen Problem im Arbeitsalltag: Die Prüfung von Beschränkungen und möglichen Dual-Use-Bezügen ist häufig zeitaufwendig, unübersichtlich und mit mehreren einzelnen Recherche-Schritten verbunden.
In der Praxis läuft die Prüfung häufig so ab:
Zunächst wird im Elektronischen Zolltarif (EZT) die Zolltarifnummer eingegeben, um mögliche Beschränkungsgründe zu identifizieren.
Anschließend müssen auf der BAFA-Seite die relevanten Anhänge oder Dateien heruntergeladen und manuell durchsucht werden.
Danach erfolgt die inhaltliche Prüfung der langen Dokumente, um festzustellen, ob ein konkreter Bezug zur gesuchten Zolltarifnummer oder zum Produkt besteht.
Die relevanten Informationen müssen anschließend aus mehreren Quellen zusammengeführt und dokumentiert werden.
Mit meiner Anwendung wollte ich genau diesen Rechercheweg verkürzen und verständlicher machen. Statt mehrere Plattformen, Anhänge und lange Dateien einzeln zu durchsuchen, erhält man die relevanten Ergebnisse gebündelt an einer Stelle.
Die Anwendung unterstützt dabei, indem sie bei der Suche mit einer Zolltarifnummer direkt mögliche Beschränkungsgründe sowie die dazugehörigen Wortlaute anzeigt. Dadurch wird der erste Prüfschritt wesentlich schneller, transparenter und anwenderfreundlicher.
Der Dual-Use-Finder ist aus dem Anspruch entstanden, einen komplexen und oft mühsamen Rechercheprozess digital einfacher zugänglich zu machen. Die Anwendung ersetzt keine rechtliche Bewertung im Einzelfall, sie schafft jedoch eine strukturierte und effiziente Grundlage für die weitere Prüfung.
Damit soll der Arbeitsalltag in der Exportkontrolle nicht nur schneller, sondern auch übersichtlicher und praxisnäher werden.